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Endstation für Rückenschmerzen

Was verursacht die Schmerzen?

Quälende Rückenschmerzen sind häufig die Folge eines Bandscheibenvorfalls und damit verbunden eines eingeklemmten Nervs. „Bandscheibenprotrusion“ lautet der korrekte medizinische Fachbegriff für einen Zustand, unter dem jährlich Millionen von Menschen leiden. Die Bandscheiben erfüllen in der Wirbelsäule die Funktion von Stoßdämpfern.

Sie bestehen aus einem harten Faserring (dem Anulus fibrosus), der einen gallertartigen Kern (den Nucleus pulposus) schützend umschließt. Wird der Faserring beschädigt, kann er teilweise dem Druck aus dem Nucleus nachgeben, wodurch eine Vorwölbung (Herniation) entsteht. Wenn die Verwölbung Druck auf das Rückenmark ausübt, können leichte bis starke Schmerzen die Folge sein. Ist eine Nervenwurzel betroffen, können auch intensive stechende Schmerzen in den Armen oder Beinen auftreten.
Was kann man dagegen tun?

Die Ursache von Schmerzen zu kennen, ist eine Sache, doch welche Behandlungsmöglichkeit gibt es? Da der Druck innerhalb der Bandscheibe für die Vorwölbung verantwortlich ist, liegt es nahe, diesen Druck zu vermindern. Eine bewährte Technik zur Entlastung der Bandscheibenvorwölbung ist die Dekompression des Nucleus durch Entfernung von Gewebe.

Der Eingriff erfolgt perkutan (durch die Haut), ohne dass ein offener chirurgischer Eingriff nötig ist. So ist eine schnellere Genesung möglich. Die Nucleoplasty wird entweder im Krankenhaus oder ambulant durchgeführt. In der Vergangenheit kam eine Vielzahl unterschiedlicher Techniken zur Dekompression der Bandscheibe zur Anwendung. Sie waren jedoch mit gewissen Risiken wie der unerwünschten Entfernung von zuviel Gewebe oder, im Falle einer Laserbehandlung, einer thermischen Schädigung der Bandscheibe verbunden. Diese Risiken ließen sich mit der Einführung der Nucleoplasty minimieren.
Was genau ist Nucleoplasty?

Nucleoplasty basiert auf der patentierten Coblationstechnologie und ist ein einfaches Verfahren zur perkutanen Dekompression von Bandscheibenvorwölbungen. Unter Coblation versteht man eine Entfernung von Gewebe ohne thermische Schädigung des umliegenden Gewebes. Sie bietet sich als wirksame Alternative an, wenn medikamentöse Therapien und Kortisonspritzen versagen. Weiterhin eröffnet diese minimal-invasive Behandlung eine Alternative zur offenen chirurgischen Vorgehensweise und endoskopischen Chirurgie. Der gesamte Eingriff erfolgt nach Gabe eines leichten Beruhigungsmittels unter örtlicher Betäubung und dauert nur 30 Minuten. In der Regel ist der Patient innerhalb einer Stunde nach dem Eingriff bereits wieder mobil.

Grundsätzlich ist das Verfahren der Nucleoplasty mit dem einer epiduralen Steroidinjektion vergleichbar. Mit einem dünnen Katheter wird ein präziser, millimeterdünner Zugang zur betroffenen Bandscheibe geschaffen. Durch ihn wird eine winzige Elektrode zur Entfernung des überschüssigen Gewebes eingeführt. Sie ermöglicht die Rückbildung der Vorwölbung, so dass die Bandscheibe nicht mehr länger Rückenmark und Nerven reizt. Am Ende der Prozedur wird die Elektrode herausgezogen, die Symptome lassen nach und der Schmerz wird gelindert. In vielen Fällen einfach, schnell und wirkungsvoll.

Nackenschmerzen

Viele Menschen leiden auch unter unerträglichen Nackenschmerzen, die manchmal bis in die Arme ausstrahlen. Wie bei Rückenschmerzen ist häufig auch hier eine Bandscheibenvorwölbung die Ursache, die auf Rückenmark oder eine Nervenwurzel drückt. Und ebenso wie bei Rückenschmerzen ist die Nucleoplasty bei der Behandlung von Nackenschmerzen in vielen Fällen die einfachste, schnellste und wirkungsvollste Behandlung.

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